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Mit Demenz leben-Esslingen Senioren

Oktober 30, 2008 · redaktion · Kein Kommentar

Allein in Deutschland leiden heute bereits mehr als eine Millionen Menschen an Demenz und jedes Jahr kommen etwa 250.000 Neuerkrankungen dazu. Betroffen sind aber nicht nur die Kranken selbst, sondern auch die Menschen in ihrem Umfeld.
Beide Seiten müssen mit der Demenzkrankheit umgehen lernen.

Mit einem breiten Spektrum an Informations- und Kulturveranstaltungen möchte die Stadt Esslingen am Neckar das Thema Demenz in die Öffentlichkeit tragen. Demenz soll zu einem Gesprächsthema in der Stadt werden, so das Ziel des Kulturreferats und der Beauftragten für Senioren. Durch Vorträge, Ausstellungen, Film- und Theateraufführungen, Lesungen und Informationsveranstaltungen soll das Bewusstsein für die Krankheit geschärft und auf die Situation der Erkrankten und ihrer Angehörigen hingewiesen werden.

Alle Bürger sind dazu aufgerufen, mehr Verantwortung für die weltweit wachsende Zahl demenzkranker Menschen zu übernehmen und besser auf sie einzugehen. Das Thema Demenz ist in der Öffentlichkeit nach wie vor ein Tabuthema. Dabei ist heute bereits jede siebte Familie im nahen oder weiteren Umfeld mit der Krankheit konfrontiert. Auch im öffentlichen Raum, im Straßenverkehr, im Einzelhandel begegnen uns Demenzkranke, häufig wirken sie hilflos und überfordert – Berührungsängste und Unsicherheit verhindern Demenzkranken offen und einfühlsam zu begegnen. Wer sich aber über die Krankheit informiert und darüber redet kann leichter auf Betroffene zugehen.

Eine Demenz hat einen langen Vorlauf und so können insbesondere Menschen zu Beginn der Erkrankung sich noch vorhandene Wünsche erfüllen und Vorsorge treffen. Auch wenn die Krankheit heute nicht heilbar ist, so zeigen Untersuchungen, dass durch körperliche und geistige Fitness, klare Tagesstruktur und eine Betätigung bis ins hohe Alter die Demenzentwicklung verzögert werden kann. Wichtig ist dabei zu wissen: Auch schwer Demenzkranke können immer noch Lebensfreude und Glück empfinden und am Alltagsleben teilhaben.

Auskünfte erteilt die Beauftragte für Senioren und Bürgerschaftliches Engagement, Renate Schaumburg, Telefon 0711/35 12 – 31 08 und das Kulturreferat Sabine Brandes, Telefon 0711/3512-2238.

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