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Theodor-Haecker Preis vergeben – Stadt Esslingen

März 19, 2009 · redaktion · Kein Kommentar

Kitwe Mulunda Guy erhält den Theodor-Haecker-Preis für politischen Mut und Aufrichtigkeit der Stadt Esslingen am Neckar

Mit dem „Theodor-Haecker-Preis für politischen Mut und Aufrichtigkeit – Internationaler Menschenrechtspreis der Stadt Esslingen am Neckar“ wird der Menschenrechtler Kitwe Mulunda Guy aus der Demokratischen Republik Kongo ausgezeichnet. Herr Mulunda Guy wird den Preis am Sonntag, 4. Oktober 2009 um 11 Uhr im Neckar Forum der Stadt Esslingen entgegen nehmen.

In der Begründung der Stadt Esslingen, die Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger bekannt gab, wird Kitwe Mulunda Guy für seine medizinische Flüchtlingshilfe in der Kampagne „Gerechtigkeit heilt“, sein Engagement als Leiter des Therapiezentrums für Folterüberlebende „SAVE Congo“ sowie seinen Einsatz für die Menschenrechte und gegen systematische Verbrechen wider die Menschlichkeit geehrt.
Der Kongokrieg forderte seit Ausbruch 1996 5,4 Mio. Todesopfer – mehr als jeder bewaffnete Konflikt seit Ende des 2. Weltkrieges.

Am Internationalen Tag zur Unterstützung von Folterüberlebenden, dem 26. Juni 2008, wurde Kitwe Mulunda Guy in der Demokratischen Republik Kongo nach der Ausstrahlung eines Radio- bzw. Fernsehprogramms gegen Folter und Straflosigkeit verhaftet. Mittlerweile wurde er verletzt, aber lebend, in einem Militärgefängnis aufgefunden und ist wieder frei.

Kitwe Mulunda Guy war selbst schon Opfer von Verfolgung und veröffentlicht Berichte über die aktuelle Menschenrechtssituation in der Demokratischen Republik Kongo, speziell über systematische Verbrechen gegen die Menschheit, die im Zuge der bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Regierung und oppositionellen bewaffneten Banden in der Region Kivu begangen werden.

Kitwe Mulunda Guy ist Menschenrechtler und Leiter des Therapiezentrums für Folterüberlebende „SAVE CONGO“, http://www.savecongo.populus.org, einer Mitgliedsorganisation des „Internationalen Rehabilitationsrates für Folteropfer (IRCT), http://www.irct.org, und Kooperationspartner der Medizinischen Flüchtlingshilfe in der Kampagne „Gerechtigkeit heilt“.

Der Theodor-Haecker-Preis wird seit 1995 alle zwei Jahre vergeben. Erster Preisträger war der russische Menschenrechtler Sergej Kowaljow, die Laudatio hielt Gerd Ruge. Preisträgerin im Jahr 1997 war Jehan Sadat, die Laudatio übernahm Sabine Christiansen, 1999 wurde der Preis an die algerische Journalistin Salima Ghezali verliehen, Laudator war Heiko Engelkes. Eine ausserordentliche Preisverleihung fand im Jahr 2000 an den weißrussischen Oppositionspolitiker Viktor Gontschar statt, die Laudatio hielt Gabriele Krone-Schmalz. 2001 wurde die serbische Menschenrechtlerin und Friedensforscherin Vesna Pesic ausgezeichnet, Laudator war Peter Miroschnikoff, 2003 erhielt der ruandische Theologe Laurien Ntezimana den Preis, Laudator war Hans-Josef Dreckmann. Preisträgerin im Jahr 2005 war die türkische Rechtsanwältin Eren Keskin, die Laudatio hielt Dieter Sauter. Im Jahr 2007 wurde der Preis der mexikanischen Menschenrechtsaktivistin Judith Galarza zuerkannt, die Laudatio hielt Michael Castritius. Der Preis ist mit einer Geldsumme von € 10.000 dotiert.

Theodor Haecker wurde 1879 in Eberbach geboren und starb 1945 in Ustersbach. Er hat einen großen Teil seines Lebens in Esslingen verbracht. Während des Nationalsozialismus war Haecker mit Rede-verbot belegt. In dieser Zeit entstand sein wichtigstes Werk, die Tagebuchaufzeichnungen „Tag- und Nachtbücher“. Diese Tagebuchnotizen zählen zu den beeindruckendsten Reflexionen über den Faschismus. Sie sind das Dokument eines Intellektuellen im inneren Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Dem Widerstand gegen das Hitler-Regime galten Haeckers Ausführungen als eines der wichtigsten schriftliche Dokumente. Haecker hatte Bindungen an den Kreis der Geschwister Scholl, in dessen Runde er mehrfach Auszüge seiner „Tag- und Nachtbücher“ vortrug.

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