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„stadtinszenierung“ im Rahmen des Kulturfestes „stadt im fluss“ 18. bis 20. September 2009

Juli 28, 2009 · redaktion · Kein Kommentar

Kulturfest „stadt im fluss“ – stadtinszenierung

Die Vorbereitungen für die stadtinszenierung, das Nachfolgeprojekt der „stadtoper“ aus dem Jahr 2007, laufen inzwischen auf Hochtouren, denn das Projekt, bei dem Esslinger Chöre und Musikvereine mitwirken, muss vor der Sommerpause so gut wie fertig sein.

Das aktuelle Konzept und seine Geschichte
Für das erste Kulturfest im Jahr 2005 realisierte der polnische Künstler und Kantor-Protagonist Andrzej Welminski gemeinsam mit Schauspielern der Württembergischen Landesbühne Esslingen (WLB) mit der „Hydromaschinen Prozession“ ein Projekt im Grenzbereich von Bildender Kunst und Theater. Diese Performance bildete mit der Idee eines eigenen, künstlerischen Projektes so etwas wie eine Keimzelle des Kulturfestes „stadt im fluss“. Die Komponistin Susanne Hinkelbein griff dies auf und entwickelte mit ihrer „stadtoper“ ein musikalisch-theatrales Konzept, das in der Regie von Solvejg Bauer im September 2007 zu verzaubern wusste.

Nach dem Erfolg der „stadtoper“ wollte man kein bloßes Nachahmer-Projekt. Deshalb entwickelte der Kulturreferent Dr. Peter Kastner das Konzept weiter. Außensicht und Binnenschau auf die Stadt Esslingen markieren seine inhaltlichen Überlegungen. Deutschsprachige Literaten sollten der Stadt einen Text auf den Leib schreiben und Komponisten, die die Stadt gut kennen und „von hier sind“ diesen Text in Musik umsetzen. Zusammen mit den übernommenen Bausteinen wie der Einbindung der Esslinger Musikszene und dem Inszenieren von Plätzen und ungewohnten Orten verbindet das Konzept Neues und Altes miteinander.

Der Literaturwettbewerb
Mehr als 120 Einsendungen wurden durch eine Jury – bestehend aus Kulturreferat, Stadtbücherei, Württembergischer Landesbühne Esslingen und der Regisseurin – gesichtet. Knapp über zwanzig Texte wurde in einem weiteren Arbeitsschritt mit Esslinger Komponisten diskutiert. Schließlich einigte sich die Jury auf 13 Texte:

Verena Blecher, Eppstein Verlaufen
Anna Breitenbach, Esslingen Der Auftrag oder Sie sollen weiß wie Schnee herunterkommen
Gerhard Goldmann, Rudolstadt Augustinergässchen
Jörg Isermeyer, Berlin Auf den Straßen der Stadt
Daniel Klaus, Berlin Die Einsamkeit sitzt an der Bar und trinkt
Malin D. Lichter, Stuttgart Ich baue mir eine Stadt
Sabine Krell, Murrhardt Die Neccarusprozession
Christine Langer, Ulm Fern der Provinz
Olaf Naegele, Esslingen Der Bann der Esslinger Tore
Antje Olowaili, Leipzig Kleines Kuchenglück
Evelyn Rossberg, Darmstadt Die St. Dionys-Lori
Karin Wiemer, Stuttgart Kessler Sekt
Horst Wöhrle, Esslingen Chimäre

Die acht Autorinnen und fünf Autoren haben Texte geschrieben, die unterschiedlicher nicht sein können: Prosa und Lyrik, Beziehungskonflikt und Kunstfarce, Groteske und Sozialtraum. Ihre Geschichten erzählen vom städtischen Leben, von Einsamkeit und Zweisamkeit, von Menschen mit Sehnsüchten und Träumen. Sie beziehen sich einerseits sehr konkret auf Esslingen wie im „Der Bann der Esslinger Tore“ von Olaf Nägele oder spielen abstrakt mit Stadtmotiven wie „Die Neccarrusprozession“ von Sabine Krell. Der Text „Kessler Sekt“ von Karin Wiemer wird die einzige Schauspielszene ohne Musik sein und „Chimäre“ von Horst Wöhrle hat keine feste Komposition, sondern wird frei improvisiert zwischen Schauspieler und Drummer, ebenso frei wird der Rapper „Mäckes“ mit dem Text von Jörg Isermeyer „Auf den Straßen der Stadt“ umgehen.

Die Kompositionen und ihre Umsetzung
Neun Komponisten und eine Komponistin, jeweils mit einem engen, biografischen Bezug zu Esslingen, haben sich von zehn der Texte inspirieren lassen und eine Komposition erfunden.

Ewald Liska, Frank Wörner, Jochen Feucht, Werner Acker, Dieter Aisenbrey, Albrecht Imbescheid, Rolf Hempel, Felix Muntwiler, Johannes Zimmermann und als einzige Dame in diesem Musikerreigen: Susanne Hinkelbein.

Die Kompositionen werden von Profis und Amateuren an 12 Orten in der Esslinger Altstadt präsentiert. Dabei sind Concordia Wäldenbronn, Esslinger Kammerchor, Esslinger Liederkranz, Liederlust Mettingen, Ev. Kirchenchor Hegensberg-Liebersbronn, Bigband der Städtischen Musikschule Esslingen, Stadtkapelle Esslingen, Vocalensemble Vox Humana Esslingen sowie Schauspielerinnen und Schauspieler, Sängerinnen und Sänger und Studierende der Musikhochschule Stuttgart.

Der Parcours
Die Aufführung spannt am Freitag, den 18. September und Samstag, den 19. September zwischen 19.00 und 21.30 Uhr ein musikalisches Netz und belebt manch vergessenen Ort neu.

Innenhof beim Stadtmuseum, Heugasse: Kleines Kuchenglück
Hafenmarkt: Die Neccarrusprozession
Strohgasse 1, Theaterplatz: Der Auftrag oder Sie sollen weiß wie Schnee herunterkommen
Blarerplatz: Die St. Dionys-Lori
Parkplatz Milchstrasse: Ich baue mir eine Stadt…
Wolfsgasse: Kessler Sekt
Zwerchstrasse: Der Bann der Esslinger Tore
Wagnerstrasse 4, vor den Garagen: Die Einsamkeit sitzt an der Bar // Auf den Straßen der Stadt
Grüne Insel, Wagnerstrasse 16: Chimäre
Ottilienhof: Fern der Provinz
Diakoniehof an der Küferstrasse: Augustinergässchen
Tiefgarage des Technischen Rathauses, Ritterstrasse : Verlaufen

Die einzelnen Szenen des Parcours sind unabhängig voneinander. Es gibt keine chronologische Handlung und keine Szene Nummer 1. Man kann an jeder Station einsteigen, sollte sich dann aber an die empfohlene Laufrichtung halten. Die stadtinszenierung beginnt um 19.00 Uhr. Jede Szene dauert zwischen 5 und 9 Minuten und an jeder Station fängt das Spiel im Viertelstundentakt erneut an.

Das Regieteam
Inszeniert wird das musikalisch-theatrale Spektakel von der Regisseurin Christine Gnann, die nach einem Literaturstudium in Erlangen und Berlin am Staatstheater Stuttgart erste Regieerfahrungen sammelte und seit einigen Jahren erfolgreich auch mit Amateuren arbeitet. Beispielsweise im Mai 2009 im Rahmen des Schillerjahres der Stadt Marbach beim „Marbacher Herzogsbesuch“.

Die Ausstattung stammt von Judith Philipp, die seit zwei Jahren freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin ist und neben verschiedenen freien Projekten u.a. am Nationaltheater Mannheim und der Oper in Antwerpen tätig war.

Die musikalische Koordination hat Sabine Eberspächer übernommen. Die Organisationsleitung liegt bei Sabine Brandes vom Kulturreferat.
Die „stadtinszenierung“ wird vom Kulturreferat der Stadt Esslingen am Neckar in Zusammenarbeit mit der Württembergischen Landesbühne Esslingen (WLB) veranstaltet.

Das Kulturfest „stadt im fluss“ wird entwickelt, getragen und in Kooperation durchgeführt vom Kulturreferat der Stadt Esslingen, den freien und städtischen Kultureinrichtungen und Künstlern in der Stadt Esslingen sowie von den Technischen Ämtern unterstützt. Die ZukunftsStiftung Heinz Weiler, die EnBW, die Stiftung der Kreissparkasse Nürtingen-Esslingen, die Stiftung der Landesbank Baden-Württemberg und Ritter Sport Kunstsponsoring unterstützen das Kulturfest.

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