Eine “pure Fressabzocke” sei das Zwiebelfest, sagt der Esslinger Tourismuschef Wolfram Schottler
Allein der optische Eindruck sei niederschmetternd. “Es gibt auf dem Marktplatz eine Allgäuer Hütte neben einer Strandbar, neben einem Messestand und einer mit Hissen bezogenen Bierlaube. Da ist überhaupt kein Konzept erkennbar”, bemängelt Schottler. Überhaupt fehle es an einer einheitlichen, klaren Führung. Stattdessen setzten die Zwiebelfestwirte auf einen “Overkill an Gastronomieaufwand” und seien damit zufrieden, wenn die “Gäste kommen, einen Rostbraten essen, zwei Viertele trinken, dann satt sind und nach Hause gehen”.
Das Urteil von Wolfram Schottler über das diesjährige Zwiebelfest fällt verheerend aus. Aus Sicht des zum 30. September aus dem Amt scheidenden Esslinger Tourismuschefs hat es sich dabei um eine “reine Fressabzocke” gehandelt. Schottler, der erst zum 1. März Geschäftsführer der Esslinger Stadtmarketing und Tourismus GmbH (EST) geworden war und nun nach sieben Monaten bereits das Handtuch wirft, hatte nach den Streitereien im Vorfeld zwischen der Stadt und den Zwiebelfestwirten von Oberbürgermeister Jürgen Zieger den Auftrag erhalten, sich das Fest anzuschauen. Mit den beteiligten Wirten, der Sektkellerei Kessler und den örtlichen Weingärtnern sollte er schon für das kommende Jahr ein neues Konzept entwickeln. Dazu kommt es nun nicht mehr.
Quelle : Stuttgarter Zeitung ..hier geht es zum Artikel
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